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Der denaturierte Mensch und sein Herr

In dem nachstehenden Essay geht es um die Glaubenssätze, die unsere Kultur formen und zunehmend belasten. „Wir glauben an Freiheit durch Vorsprung und Vorsprung durch Technik“, heißt es im Text. Außerdem glauben wir natürlich an die unendliche Optimierbarkeit unserer Lebenswelt durch Wissenschaft und Design.Gegen diesen modernen Glauben muss ein Bekenntnis zur Natur des Menschen allein schon wegen der erdrückenden Dominanz konstruktivistischer Erkenntnistheorien hoffnungslos altbacken wirken. Dennoch habe ich versucht, die Natur als Vorbild und Maßstab glücklicher Humanität zu rehabilitieren. Das ist nicht ganz leicht. Und ich kann nicht behaupten, dass es mir gelungen wäre. Der Gedankengang bricht unvermittelt ab. Vieles ist nur angepiekst, nicht ausgearbeitet. Viele Kapitel fehlen. Und ohnehin nützt wohl alles Argumentieren wenig, solange der bürgerliche Markt-Glaube den öffentlichen Diskurs und damit unsere Gedankenwelt totalitär beherrscht. Heute berührt uns die „Empfindung der ursprünglichen Freiheit“ (Rousseau) als etwas märchenhaft Fremdes, ja, als etwas Unangenehmes und Unerlaubtes. Andererseits wächst die Sorge.

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