Vom Kinderkriegen

Reproduktionstechniken werden salonfähig. Wer es wagt, die „wissenschaftliche Bestimmung von Leben und Tod“ zu kritisieren wie Sibylle Lewitscharoff vor einigen Monaten, muss mit Kaltstellung rechnen. Mein Beitrag beleuchtet einen bislang kaum beachteten Aspekt der Debatte, nämlich den der Kommerzialisierung des Lebens. Nicht wegen der Künstlichkeit als solcher lehne ich die reproduktionstechnischen Verfahren ab,… mehr

Liebe Gemeinde

Ich hatte nicht gedacht, dass er noch existiert und erschrak deshalb fast, als ich ihn neulich zwischen alten Dokumenten fand: meinen offenen „Brief an die Freunde“ von 1979. Nach der Lektüre legte ich die vergilbten Schreibmaschinenseiten enttäuscht beiseite. Ich wollte etwas erklären damals, wollte meinen Freunden eine aus innerem Erleben gewonnene Erkenntnis plastisch… mehr

„Fell in love years ago …“

Okay, es ist doch kein Buch geworden – aber ein langer Artikel: Hier kommt die Analyse des Beach-Boys-Klassikers Heroes and Villains. Der Text setzt keine großartigen musiktheoretischen Kenntnisse voraus, aber das Lied sollte man natürlich kennen. Deshalb hier ein paar Links. Zur Einstimmung empfehle ich die klanglich imposante Live-Aufnahme von… mehr

Bruchstücke I

„Viele Werke der Alten sind Fragmente geworden, viele Werke der Neuern sind es gleich bei der Entstehung“, sagt der Romantiker Friedrich Schlegel. Wir produzieren Scherben, heißt das. Unsere Sachen sind von Anfang an kaputt. Es heißt aber auch: Unsere Sachen sind Bruchstücke vom Ganzen. Es liegt nicht in unserer Hand, aber es ist da:… mehr

All you need ist ein Bikini

„It’s easy“ – The Beatles In dem Sommer, als die Monsters anfingen, eigene Sachen zu spielen, war ich vierzehn und liebte ein Mädchen namens Gisela. In einer Konzertpause fasste ich den Entschluss, es ihr zu sagen. Ich schlen­derte zu ihr rüber und konfrontierte sie mit der alles entscheidenden Frage: „Kommst… mehr

Wen hörst du?

„Es war eine Zeit aus erster Qualität – wie echte chinesische Seide“ André Heller „Dir soll es mal besser gehen als uns.“ Natürlich kapierte ich schon als Kind, was meine Eltern damit meinten. Sie hatten ja Krieg, Gefangen­schaft und überhaupt schlimme Zeiten durchlitten und wollten, dass ich so etwas nicht erleben… mehr