Der eingebildete Himmel

Im Namen eines beinharten Feminismus betreiben Pädagogen und Politiker die „Entnaturalisierung“ von Geschlecht und Familie. Leider verkennen die Befreiungssexologen die Natur der Kultur. Des Heiligen beraubt kippt sie ins Bodenlose. Was bleibt, ist eine zum Sprachspielhimmel verklärte Machtspielhölle Das Wort „anständig“ zum Beispiel: Es geht einem so leicht über die Lippen und fühlt sich… mehr

Alterskitsch

Kulturpessimismus aus der hinterwäldlerischen Perspektive! Bis zur Lachhaftigkeit schwarzseherisch und schönfärberisch! Alterskitsch! Jawohl Alterskitsch, bei dem Gegenwart und Zukunft zuverlässig abkacken und alles Gewesene leuchtet! Es ist nicht zum Aushalten, sagt der Kritiker, als was für ein rückwärts gewandtes Arschloch du dich in diesen Texten präsentierst. Das hätte ich nie… mehr

Imperium

Ist die Natur ein Herrschaftsapparat, gegen den man sich zur Wehr setzen muss, wie die Philosophin Judith Butler glaubt? Ist sie identisch mit dem Imperium der modernen Physik? Wie weit müssen wir gehen, um frei zu sein? Aussehen, Charakter, Geschlecht, Krankheit, Alter, Tod: Es gibt es nichts, mit dem wir uns abfinden müssten. Judith… mehr

Pasolini

Eine Reflexion vor dem Spiegel. Ein Augenblick des Aufbegehrens. Eine Erinnerung an den Freidenker Pier Paolo Pasolini. 1975 wurde der italienische Regisseur ermordet; im selben Jahr erschienen seine Freibeuterschriften, aus denen ich im Text zitiere  Mit sechzig kann der Blick in den Spiegel zum erkenntnistheoretischen Abenteuer werden. Normalerweise fehlt einem natürlich der Mut es anzutreten. Man hat sich kennen… mehr

Mit seinen Eichen, seinen Linden …

„Welcome to the German Century“ titelte unlängst das Magazin Newsweek. Sind die jetzt vollkommen übergeschnappt? Wissen die gar nichts von uns? Ein kurzer Beitrag über das Wesen, an dem die Welt auch im 21. Jahrhundert nicht genesen wird  Sollen sie Autos, Motorsägen und Druckmaschinen bauen, aber der Kult um das deutsche Maschinenbauertum ist mir peinlich. Das ist… mehr

„Die beste Musik von Lady Gaga“

Maschinen bleiben doof. Wir selbst sind es, die ihnen die verständigen und einfühlsamen Antworten auf unsere drängendsten Fragen eingeben. Wir selbst sind es, die aus dem Apparat herausschauen, in dem wir eine neue Welt erblicken wollen. Das Dumme ist nur: Wir erkennen uns nicht mehr wieder  Wer sich in seinem Streben nach dem Guten… mehr

Gergievs Nase oder Die Freiheit der Andersdenkenden

Liberalität lässt sich nicht auf ein liberales Programm, Kunst nicht auf ihre politische Funktion reduzieren. Einige westliche Kritiker des russischen Dirigenten Valery Gergiev scheinen das anders zu sehen – und reden einem gnadenlosen Konformismus im Namen der Freiheit das Wort  Wenn das Machtspiel im Ernst beginnt, wenn also zwei Starke mit jeweils eigener Wahrheit und Weltsicht beschlossen haben, ihre… mehr

Der Flow

Ich habe es mir in den Kopf gesetzt, den Flow zu erklären, weil ich denke: Wer den Flow nicht verstanden hat, weiß gar nichts, Jon Snow*. Da der Flow keine Idee, keine Sache und kein Stil ist, sondern ein Gefühl und ein Erlebnis, erkläre ich ihn am besten erst einmal am… mehr

Bruchstücke II

The watchman, he lay dreaming The damage had been done He dreamed the Titanic was sinking And he tried to tell someone (Bob Dylan, Tempest) Mit Recht wird die Dekonstruktion des Augenscheins durch Isaac Newton als wissenschaftliche Großtat angesehen. Sie als Ursünde des modernen Denkens zu betrachten, ist dagegen ein wenig… mehr

Der denaturierte Mensch und sein Herr

In dem nachstehenden Essay geht es um die Glaubenssätze, die unsere Kultur formen und zunehmend belasten. „Wir glauben an Freiheit durch Vorsprung und Vorsprung durch Technik“, heißt es im Text. Außerdem glauben wir natürlich an die unendliche Optimierbarkeit unserer Lebenswelt durch Wissenschaft und Design.Gegen diesen modernen Glauben muss ein Bekenntnis zur Natur des Menschen allein schon wegen der erdrückenden Dominanz konstruktivistischer… mehr