Wenn wir die Globalisierung als ein Spiel ansehen, in dem es Gewinner und Verlierer gibt, ist das zunächst einmal nicht böse, sondern sachlich gemeint. Wir stellen ganz einfach fest, dass beispielsweise nicht alle Erdenbewohner gleichermaßen von der Entgrenzung der Finanzmärkte profitieren oder nicht alle Völker den gleichen Nutzen aus der… mehr
Paul Williams liebte den Song über alles. In „Rock And Roll: The 100 Best Singles“ schrieb der im März 2013 verstorbene Musikjournalist: „,Heroes and Villains‘ klingt wie ein reißender Wildbach. Es klingt so, wie wir die Natur hören, sehen, riechen und schmecken, wenn wir uns in sie hineinbegeben und uns… mehr
Wenn ich etwas Bestimmtes wahrnehme, zum Beispiel einen Stern am Nachthimmel, einen Flötenton in der Stille oder einen leichten Benzingeruch im Auto, dann sind es zwar meistens die vor den jeweiligen Kulissen sich abzeichnenden Figuren, die mich beschäftigen, doch bleiben die Hintergründe für die Deutung des wahrgenommenen Phänomens von Belang.… mehr
Im landläufigen Sinne ist Wahrnehmung der »Prozess und das Ergebnis der Informationsgewinnung und -verarbeitung von Reizen der Umwelt«. Genauer gesagt geht es um das »Filtern und Zusammenführen von Teil-Informationen zu subjektiv sinnvollen Gesamteindrücken«. Die Eindrücke werden »laufend mit den als innere Vorstellungswelt gespeicherten Konstruken oder Schemata abgeglichen.« Diese aus dem… mehr
Wenn sie lediglich der Orientierung in der Umwelt dient, ist Wahrnehmung ein flüchtiges Geschehen, das sich mit dem Verfertigen gröbster Gesamteindrücke begnügt, die oftmals noch nicht einmal ins Bewusstsein gelangen. Jederzeit kann dieses flüchtige Geschehen jedoch einen Halt finden an Ganzheiten, die aus irgendeinem Grund (Gefahr, Liebreiz, Interesse) intensiver wahrgenommen… mehr
Schwarzafrikaner unterscheiden sich allein aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe extrem von den hellhäutigen Menschen, deren Physiognomien mir seit meiner Kindheit vertraut sind. Hinzu kommen, je nach Herkunft des Schwarzen, mehr oder weniger ausgeprägte negroide Züge, die seine Physiognomie unter Umständen noch fremdartiger wirken lassen. Wenn solch ein Mensch nun Französisch oder… mehr
Gestalten Spatzen das Nest, das sie bauen? Gestalten Pflegeroboter den Umgang mit ihren Schutzbefohlenen? Sicherlich wäre weder die Tätigkeit des Vogels noch diejenige des Roboters ohne sensorisch kontrollierte Rückkopplung möglich. Trotzdem sprechen wir beiden, dem Spatz wie dem Roboter, die Gestaltungsfähigkeit ab – und mit Recht. Der Spatz käme nie… mehr
Ich will begreifen, was mir zu schaffen macht, will es so genau wie möglich darstellen, aber wahrscheinlich werde ich es wieder mal nicht richtig zu fassen kriegen, weshalb auch dieser Versuch auf eine bloße Umschreibung des Gemeinten hinauslaufen wird. Was ich aber meine, ist zunächst einmal nicht viel mehr als… mehr
Ich war immer gegen Rassismus – und bin es selbstverständlich noch heute. Für meine Einstellung gibt es neben allgemein moralischen auch zwei biografische Gründe. Zum einen ist es die Abscheu vor dem mörderischen Rassismus der Nationalsozialisten, in dessen System meine Eltern und Großeltern als Zeitgenossen zwangsläufig verstrickt waren (wobei sie… mehr
Der Physiker und Philosoph Ernst Mach (1838–1916), ein überaus netter, humorvoller, der Sozialdemokratie nahestehender Mann, war ein Empirist reinsten Wassers. Auf die Frage nach der Existenz von Atomen pflegte er zu antworten: »Haben Sie welche gesehen?« Heute vor allem wegen der nach ihm benannten Mach-Zahl bekannt, inspirierte der skeptische Österreicher… mehr